am 12.05.2009, findet um 19.00 Uhr in Dreilützow eine Sondersitzung der Gemeindevertretung statt, mit dem Ziel, den umstrittenen Vertrag über den Beitritt zum Abwasserzweckverband Sude-Schaale zu beschliessen.
Über den Beitritt zu diesem Abwasserzweckverband herrscht in der Gemeinde jedoch Uneinigkeit. Die ursprünglich gewählte Gemeindevertretung und der inzwischen verstorbene ehemalige Bürgermeister Peter Frahm richteten einen Abwassereigenbetrieb ein, um die Abwasserhoheit der Gemeinde nicht an einen Verband abgeben zu müssen. Dieser Eigenbetrieb arbeitete 4 Jahre an der Entwicklung eines Abwasserkonzepts.
Nach dem Tod Peter Frahms hat der damalige stellvertretende Bürgermeister Hans Heinrich Krüger die, durch Abwanderung veränderten, Mehrheitsverhältnisse in der Gemeindevertretung genutzt, um die Auflösung des Abwassereigenbetriebs und den Beitritt der Gemeinde zum AZV vorzubereiten. Angeblich, um eine für die Bürger günstigere Abwasserentsorgung möglich machen zu können.
Teuer wird es jetzt allerdings für die Gemeinde, denn die Abwicklung des Eigenbetriebs kostet sie wahrscheinlich über 400 000 Euro.
Es bestehen starke Zweifel daran, dass die Mehrheit der Bürger in Wittendörp den Beitritt zum AZV wünscht. Bei der Bürgermeisterwahl 2008 wurde mit Jürgen Nadzeika ein Bürgermeister gewählt, der zu den klaren Befürwortern des Abwassereigenbetriebs gehört. Der Beitritt zum AZV wird von der amtierenden Gemeindevertretung jedoch weiterhin mit Nachdruck betrieben. So wurde, zusätzlich zu der am 14.05.2009 regulär stattfindenden Gemeindevertretersitung eine Sondersitzung am 12.05.2009 in Dreilützow einberufen, damit auf der am 13.05.2009 stattfindenden Sitzung des AZV Sude-Schaale die Aufnahme der Gemeinde zum 01.07.2009 beschlossen werden kann. Die Sondersitzung wurde auf Initiative des Gemeinderatsmitglieds Bernd Ankele, sowie 5 weiterer Gemeindevertreter (u.a. Hans Heinrich Krüger) beantragt.
Ganz offensichtlich sollen noch vor der Kommunalwahl unumkehrbare Fakten geschaffen werden.
Weitere Informationen:
http://www.svz.de/artikel/article//wittendoerp-klaert-abwasserproblem.html
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